Wo kommt Höhenberg her?


Vor vielen Jahren, lange bevor es die Lebensgemeinschaft gab, lebte in Höhenberg ein junger Mann mit Assistenzbedarf namens Hartel.

1968 - Einige Jahre später - erwarben Luz und Ulla Schnizlein den herunter gekommenen Einödhof, um hier eine biologisch-dynamische Landwirtschaft aufzubauen. Eine Idee, die vor 33 Jahren von ihnen geboren wurde, sollte endlich in Erfüllung gehen. Sie waren schon fast 60 Jahre alt, als sie diesen Schritt taten!
Von Anfang an lebte mit Ulla und Luz eine Qualität in Höhenberg, die uns bis heute begleitet: Sie hießen jeden Willkommen, der zu ihnen auf den Hof kommen wollte.
So kam es, dass die Schnizleins 10 Jahre später ihre Türe für die Schulabgänger der Friedel-Eder-Schule in München-Daglfing öffneten, die mittlerweile zusammen mit der 2. Waldorfschule Münchens auf ihrem früheren Gelände entstanden war.

Luz und Ulla Schnizlein gründeten 1977 zusammen mit Dr. Michael Lohmann und seiner Frau Gretel die Hofgemeinschaft Höhenberg. 1978 kamen die ersten Beschäftigten – Astrid, Stella, Matthias, Helmut, Siegfried, Gregor und Georg – auf den Hof.

So verbanden sich biologisch-dynamische und sozialtherapeutische Impulse miteinander.

Von Anfang an erwies sich eines als unausweichlich: Die Soziale Frage! Diese Aufgabe hat uns ebenfalls begleitet und hält ständig neue Herausforderungen bereit.

Ein wesentliches Ereignis der Anfangszeit war der Besuch von Hanno Heckmann, einem der Begründer von Sassen, einer großen sozialtherapeutischen Einrichtung in Hessen. Er pflanzte in uns die Idee: „ Höhenberg muss ein Dorf werden!“ Diesen Weg sind wir gegangen. Viele, viele Menschen haben uns dabei geholfen und wir wollen ihnen dafür von Herzen danken - einige von ihnen wollen wir hier nennen:

... An erster Stelle möchten wir Luz und Ulla Schnizlein danken, die durch ihre Impulse Höhenberg überhaupt ermöglichten - bis hin zu der Entscheidung, ihren Besitz loszulassen und der Lebensgemeinschaft den Hof als Stiftung zu übergeben.
Wir danken!

... Dann vor allem Karl Gnatz und seiner Frau Johanna, die sich tief in die Entwicklung von Höhenberg eingeprägt haben. Ohne Karl Gnatz wäre Höhenberg in dieser Form nicht möglich gewesen. Er hat die Brücken über die vielen Hindernisse gebaut, die sich in den Weg stellten. Dass wir heute so positive Unterstützung bei den Behörden finden, dazu hat Karl Gnatz den Grundstein gelegt.
Wir danken!

Es ist deutlich: Wir können nur Einiges aus der Fülle dessen herauspicken, was erwähnenswert wäre. Genauso könnten wir von allen ehemaligen und auch jetzt noch tätigen MitarbeiterInnen berichten. Eins sei dazu zusammenfassend gesagt:

Alle, die hier in Höhenberg gelebt und gearbeitet haben, bzw. leben und arbeiten - seien es Hauseltern, PraktikantInnen, Zivis, MitarbeiterInnen in Werkstätten, Verwaltung, Häusern oder TherapeutInnen: Alle bringen sich stets mit großem Einsatz für unsere besondere Gemeinschaft ein.
Und jeder hinterlässt eine Spur: Ein positives Werk als Erinnerung, das den Ort und das Wesen Höhenbergs prägt. Jeder verbindet sich so auf ganz individuelle Art mit Höhenberg.
Wir danken!

Aber nicht nur die Kraft und Begeisterung der Höhenberger war nötig, damit jetzt über 160 Beschäftigte hier leben und arbeiten können. Wenn man alle Menschen, die in Höhenberg irgendwie tätig sind zusammen zählt, sind es mehr als 300 Menschen! Ein Dorf!

Dazu kam auch die Unterstützung vieler Freunde und Förderer aus unserem Umkreis. Viele haben so an dem Entstehen des Ortes mitgewirkt, alle nach ihren Möglichkeiten:

o    Die Behörden und Verbände, die offen und wohlwollend unsere Anliegen bearbeitet haben, die die Besonderheiten unserer Einrichtung akzeptiert und gefördert haben. Gerade die Projekte WfbM-Neubau, Remelberg und Stall-Bau zeugen von dieser Unterstützung. Wir danken!

o    Die vielen, vielen Spender und Stiftungen, die uns treu und kräftig geholfen haben. Stellvertretend für alle kleinen und großen Spender wollen wir den Förderkreis Dorfgemeinschaften erwähnen. Von Anfang an stand uns der Förderkreis beiseite und vieles, was in Höhenberg gebaut und investiert wurde, ist durch Spenden des Förderkreises möglich geworden.Wir danken!

o    Aber auch die Angehörigen unserer Beschäftigten und Bewohner, die uns durch alle Höhen und Tiefen der Zeit begleitet haben und sicher auch gelitten haben. Wie oft haben sie uns durch kritische Anregungen ein Stück vorwärts geholfen. Wie viel Geduld haben sie aufbringen müssen angesichts unserer Spontanität. Wir danken!

o    An dieser Stelle gehört unbedingt dazu, unser Verhältnis zu den Nachbarn und den Gemeinden Velden und Buchbach zu erwähnen. Es ist für uns ein großes Glück, mit welcher Wärme, Offenheit und Nachsicht alle Nachbarn unserer Einrichtung und insbesondere auch den Betreuten begegnen. Es macht einen großen Teil der Atmosphäre aus, dass wir in der Landschaft nicht als Fremdkörper betrachtet werden, sondern dazugehören dürfen. Die Wohngruppen in Buchbach und Velden spüren diese wohlwollende Akzeptanz. Wir danken!

Wenn ich den Umkreis erwähne, dann gehört der Blick zu den Verstorbenen, die mit uns verbunden waren, ganz wesentlich dazu. Auch sie wirken helfend in unsere Gemeinschaft hinein.

Wir danken!

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